Vie(h)lerlei

VIE(H)LERLEI

An dieser Stelle findet man die unterschiedlichsten Artikel. Ich wollte die Aufteilung nicht unnötig Umfangreich gestalten, daher gibt es hier von Blödsinn bis Gesellschaftskritik einiges am selben Ort zu lesen.


Aufreger

Ärgernisse die mir aufstoßen.

Die Gewinnstrategie von Spotify


Instrumentales Ambient-Piano und ähnliche Musik erfreuen sich auf Spotify der größten Beliebtheit. Wenn man wissen möchte, wer hinter den Interpreten steckt, wird man erstaunt sein, wenn man erfährt, dass es größtenteils immer dieselben Personen sind, die allerdings unter unterschiedlichen Pseudonymen agieren.

Geld verdient man als Musiker auf Spotify durch Klicks. Je mehr Aufrufe es gibt, desto mehr wird verdient. Die Beliebtheit der erwähnten Ambient-Musik macht Spotify sich zunutze, indem vom Unternehmen die bereits erwähnten Ambient-Musiker eingesetzt werden. Diese Damen und Herren produzieren täglich neues Material für Spotify. Da die meisten Aufrufe dieser Art von Musik zuzuschreiben sind, verdient Spotify auf der einen Seite an der "eigenen Musik" und erspart es sich auf der anderen Seite, an die weniger beliebten Musiker Geld zahlen zu müssen. Die Einnahmen werden von Spotify nämlich immer im Verhältnis zu den Aufrufen unter den Interpreten aufgeteilt.

Wer auf Spotify seine Musik veröffentlicht, um Geld zu verdienen, zieht also die Arschkarte. Leider ist diese Plattform allerdings inzwischen so etabliert, dass Musiker um die Veröffentlichung auf Spotify kaum noch herumkommen.

Selbst so bekannte Musiker wie Peter Maffay leiden unter dem Spotify-System. Vor ein paar Jahren hatte Maffay sich daher mit einigen ebenfalls sehr populären Musikern unterschiedlicher Genres zusammengesetzt, um dieses Problem zu diskutieren. Jedoch leider, ohne dass eine erfolgreiche Strategie, wie man diesem Problem begegnen könnte, am Ende daraus hervorgegangen ist.

Der schwedische Konzern Spotify erzielte bereits in den ersten drei Quartalen 2024 insgesamt einen Gewinn von 536 Millionen Euro. Die Vergütung der Künstler pro Stream fällt in den verschiedenen Ländern unterschiedlich hoch aus. Meistens beläuft sich der Verdienst auf 0,0033 Euro pro Stream. Für Songs mit weniger als 1000 Aufrufen zahlt der Streamingdienst seit 2024 überhaupt nichts mehr an die Musiker.

Auf Spotify zu veröffentlichen bedeutet gleichzeitig, sich damit einverstanden zu erklären, das Spotify-Spiel mitzuspielen.

Spotifoe-Logo

Wer glaubt, mit dem Kauf eines Tesla etwas für die Umwelt zu tun, sollte wissen, dass er in erster Linie damit die Taschen eines Multimilliadärs mit rechter Gesinnung füllt.

Des Weiteren sind Tesla-Werke immer wieder für zahlreiche Umweltvorfälle veranwortlich. Dazu gehören Brände, Austritt von Dieselkraftstoff und Lacken, maßloser Wasserverbrauch, Waldrodung und Grundwasserverschmutzung.

In den ersten Monaten des Jahres 2024 wurde bekannt, dass Tesla in Berlin-Brandenburg mehrfach Abwassergrenzwerte bei Stickstoff und Phosphor deutlich überschritten hat. Es habe keine Gefahren für die Gesundheit und die öffentliche Trinkwasserversorgung gegeben, hieß es von den Behörden.

Doch eine Studie von Umweltforschern aus Leipzig sagt, zu hohe Werte von Phosphor und Stickstoff seien für Menschen gefährlich, könnten aber zudem das Algenwachstum in Flüssen und Seen stark beeinflussen sowie Fischsterben auslösen.

Die Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg wird vom Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) jährlich mit bis zu 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser beliefert.

Einen Tesla zu fahren ist reine Gewissenssache.

Zum Thema Wasserausbeutung sorgte 2012 die Enthüllungsdokumentation „Bottled Life“ für Schlagzeilen, welche die Machenschaften Nestlés enthüllte. Der Kinofilm von Urs Schnell basierte auf Recherchen des Schweizer Journalisten Res Gehriger.

Nestlé ist in Afrika aktiv, indem es Wasserquellen aufkauft und Flaschenwasser produziert, das oft teuer verkauft wird. Dies geschieht in Regionen, wo viele Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, was zu Kritik an der Ausbeutung der Wasserressourcen führt.
Nestlé ist weltweit die Nummer eins beim Flaschenwasser und hat 95 Produktionsstandorte in 34 Ländern.

Jede Dürre verschärft den Wassermangel. Viele Konzerne kaufen deshalb gezielt Brunnen und Pumpwerke auf. Den Unternehmen sichert das ihre Gewinne – trotz der Klimakrise. Doch für uns Bürger*innen wird das Wasser immer knapper.

Erst kürzlich (Sommer 2026) haben Aldi Nord, Red Bull und der Fruchtsafthersteller Rauch mehrere Mineralwasserbrunnen in Bayern, Hessen und Brandenburg gekauft. Zum Beispiel in Treuchtlingen, wo Aldi Nord ein großes Wasserwerk mit mehreren Brunnen übernommen hat. Auch in dieser Region sinkt der Grundwasserspiegel seit Jahren. Was dann droht, zeigt ein Blick auf die französischen Kleinstädte Vittel und Volvic. Hier pumpen Nestlé und Danone seit Jahren Wasser ab. Das Ergebnis: Die Ortschaften trocknen aus, für die Bürger*innen gibt es nicht mehr ausreichend Wasser. Um die öffentliche Wasserversorgung sicherzustellen, muss Wasser aus Nachbarorten mit kilometerlangen Pipelines beschafft werden.

Der Kauf von Produkten dieser Verbrecher sollte boykottiert werden.


Unwissenswertes

Die folgenden Artikel muss man nicht unbedingt lesen. Der Wahrheitsgehalt ist zudem meistens kaum messbar.

Schon gewusst?
Es gibt zufällig sowohl in Costa Rica als auch im Großraum Erftstadt die gleiche Fledermausart. Trotz der enormen klimatischen Unterschiede! Auch die unterschiedlichen Sprachen, die in diesen beiden Regionen gesprochen werden, stellen kein Problem für diese Fledermaus dar. Es handelt sich dabei um ein enorm anpassungsfähiges Tierchen. Das erstaunlichste ist aber die Art und Weise der Fortpflanzung dieser Spezies. Da es sich bei diesen Tieren um die wohl kleinste Gattung, also um die Rangstufe mit der geringsten Körpergröße innerhalb der Hierarchie der biologischen Systematik handelt, gelingt ihnen die Paarung vorrangig am besten in menschlichen Mundhöhlen. Zu dem Zweck der Paarung flattert daher ein männliches Tier gemeinsam mit meistens zwei bis fünf weiblichen Tieren in einen offenstehenden Mund eines gähnenden Menschen. Dabei werden die weiblichen Tiere im wahrsten Sinne in atemberaubender Geschwindigkeit vom Männchen besamt. Das ereignet sich in solch einer enormen Geschwindigkeit, dass der Gähnende keinerlei Notiz von diesem Vorgang nimmt. Ist das Gähnen vorüber, sind die possierlichen kleinen Fledermäuschen auch schon wieder verschwunden.

Schon gewusst?
Scheißnachten, umgangssprachlich auch Weihnachten genannt, ist im Ursprung eine Erfindung von jüdischen Rebellen aus der Römerzeit. Es war Tradition, dem amtierenden Präfekten Roms zum Geburtstag in den Hof des Aerarium Militare (Verwaltungssitz) zu scheißen. Leider stieß diese Tradition bei so manchem Amtsinhaber auf Unbehagen und wurde daher irgendwann in die uns noch heute bekannte Form des Scheißnachtfestes (Weihnachtsfest) umgewandelt.

Die Bezeichnung „Justizobersekretärin“ geht zurück auf das Jahr 1876. Mit dem Gerichtsverfassungsgesetz vom 27. Januar 1877 wurde die Amtsbezeichnung schließlich auch rechtskräftig. Als erste Amtsinhaberin findet Lore Schüttberg aus Praunheim bei Frankfurt in den Aufzeichnungen des Landgerichts Frankfurt Erwähnung.
In der damaligen Zeit war sie auch als „die strenge Lore“ weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Sie war es nämlich, die in der reformierten Version des Gerichtsverfassungsgesetzes einen Passus zur Befehlsgewalt der Justizobersekretärin durchsetzte, der einer Justizobersekretärin Weisungsbefugnis gegenüber den „Sturmtruppen ohne Gnade“ erteilte. Das galt als enorme Erleichterung für die Arbeit und die Durchführung der Aufgaben einer Justizobersekretärin. Unter anderem obliegt einer Justizobersekretärin das Zuführen der Angeklagten zu deren Verhandlungsterminen.
Darüber hinaus mussten die Vorfahren im 16. Jahrhundert, welche ein einer Justizobersekretärin ähnliches Amt bekleideten, dafür Sorge tragen, dass Verurteilte nach der Urteilsverkündung zügig zum Pranger geführt und dort gefesselt wurden. Aus dieser Zeit stammt auch noch der Begriff „Sturmtruppen ohne Gnade“, welcher die Schonungslosigkeit im Umgang mit den Verurteilten sehr deutlich erkennen lässt. Damals bestand ein Sturmtrupp aus freiwilligen Ortsansässigen. Heutzutage handelt es sich dabei um eine militärische Spezialeinheit, die direkt dem entsprechenden Gerichtshof und damit der zuständigen Justizobersekretärin unterstellt ist.

Von einer Zombieapokalypse hat wohl schon jeder einmal gehört. Ein Horrorszenario, in dem die Toten zu Untoten werden und über die Lebenden herfallen, worauf diese ebenfalls zu Untoten mutieren.

Der Ursprung dieser Apokalypse ist in jeder Geschichte unterschiedlich. Oft liegt es an einem Virus, der aus irgendwelchen geheimen staatlichen Versuchslaboren entweichen konnte. Manchmal hängt das Unheil auch mit einer ungünstigen Sternenkonstellation zusammen. Letztendlich spielt das aber auch überhaupt keine Rolle. Grundsätzlich geht es in all diesen apokalyptischen Horrorvisionen nur darum, die Ausweglosigkeit und das Grauen einer Zombieapokalypse darzustellen.

Nun fragt man sich allerdings, was wohl hinter diesen dystopischen Erzählungen steckt. Vermutlich handelt es sich bei einer Zombieapokalypse um eine atheistische Version des Jüngsten Gerichts, wo der Mensch für seine dekadente und ignorante Lebensweise zur Rechenschaft gezogen wird.
Durch das Chaos geraten die Überlebenden in eine Welt ohne Elektrizität und ohne fließendes Wasser. Alles was bis dahin als selbstverständlich angesehen worden ist, fällt plötzlich weg. Die bis zu diesem Zeitpunkt vorherrschende Weltordnung inbegriffen. Es beginnt ein Kampf ums Überleben, der sich nicht nur auf die Abwehr von Zombieangriffen beschränkt, sondern der sich von Tag zu Tag immer mehr auf Nahrungsbeschaffung und die Verteidigung gegen die anderen Überlebenden ausweitet.
Am Ende geht es für niemanden gut aus.

Zurückgeworfen in eine Welt ohne Komfortzonen hat der Mensch nun die Gelegenheit, sich an Werte zu erinnern, welche kaum noch existent sind. Ihm bleibt jetzt nur noch ein kleines Zeitfenster, um zu sich selbst zu finden. Nur noch eine letzte Chance, um zu lernen, das wertzuschätzen, was man sich nicht online bestellen kann. Wenn möglich sogar noch ein empathisches Miteinander zu erleben und den Wert eines respektvollen Umgangs mit seiner Umwelt zu erkennen.

Es wäre schön, wenn wir ohne diese Zombieapokalypse auskommen würden.

Sie sollen dem Gläubigen wohl Nähe zu seinem Gott vermitteln. Je nachdem, welcher Glaubensgemeinschaft man angehört, kann ein Gebet den Ausübenden sogar in einen tranceähnlichen Zustand versetzen. Dies geschieht dann aber in der Regel in einem gemeinschaftlichen Ritual, manchmal auch unter Einbeziehung der Einnahme fragwürdiger Substanzen.
In unseren Breiten würde eine solche Herangehensweise sehr wahrscheinlich als gottlos bezeichnet werden. Mehr als die Einnahme eines Schlucks Messwein ist hier unüblich. Wobei das ausschließlich der Gebetsleitung vorbehalten ist. Die übrigen Gebetsteilnehmer werden mit einem geschmacksfreien, hauchdünnen Gebäck aus Wasser, Mehl und Stärke abgespeist. Einen Trancezustand erreicht man dadurch nicht. Auch die monotone Gebetsabfolge ist eher einschläfernd als bewusstseinserweiternd.

Durchgeführt werden die Gebetsrunden in unseren Kreisen fast ausschließlich in schlecht oder überhaupt nicht beheizten Gebetsstätten. Angemessene Kleidung ist hier die Voraussetzung dafür, eine solche Veranstaltung ohne Erkältung wieder verlassen zu können.
Seitens der Organisatoren wird gerne an allem gespart, was den Teilnehmenden in irgendeiner Form Wohlbefinden bescheren könnte. Die Sitzgelegenheiten sind entweder überhaupt nicht oder nur unzureichend gepolstert.

Um der Teilnehmerschaft ein wenig Unterstützung beim Entgegenwirken von Taubheit in der Gesäßpartie zu unterbreiten, werden alle Teilnehmenden während der Veranstaltung von der Gebetsleitung gelegentlich zu verschiedenen körperlichen Ertüchtigungen aufgefordert.
Diese Bewegungseinheiten beschränken sich allerdings eher auf das Einnehmen verschiedener statischer Figuren. Als richtige, den Kreislauf anregende Bewegungsabläufe kann man das nicht bezeichnen.

Da gibt es zum einen die am häufigsten vorkommende Aufforderung, die alle Teilnehmenden zum Wechseln aus dem Sitzen in den Stand einlädt. An zweiter Stelle steht die umgekehrte Variante, welche die Betenden vom Stand zum Herabsinken auf den Sitzplatz auffordert.

Auf dem dritten Platz der Körperertüchtigung werden die Teilnehmenden zunächst zur Einnahme der bereits ausgeübten Figur im Stand aufgefordert, bevor sie dann nach einiger Zeit aus dem Stand zum Knien auf eine sehr unbequeme Holzplanke aufgefordert werden. Diese Holzplanke befindet sich direkt vor der Sitzgelegenheit des Betenden. Er muss zum Knien also nicht den Standort wechseln. Um aus dieser Figur möglichst komfortabel wieder herauszukommen, befindet sich vor der Sitzgelegenheit oberhalb der Holzplanke eine weitere Holzplanke, die sowohl als Ablage für Ritualanleitungen als auch zum Aufstützen beim Figurenwechsel dienen kann.

Aus der knienden Figur wechselt man meistens wieder zurück in den Stand. Wer sich aufgrund von schmerzenden Knien nicht in der Verfassung sieht, die Folgefigur des Stands fehlerfrei auszuführen, wechselt in die Sitzfigur mit der Aussicht auf eine erneute Taubheit im Clunis.

Auch mit den Armen wird gelegentlich gearbeitet. Dies geschieht in allen drei bisher geschilderten Figuren. Es wird somit Statik mit Motorik kombiniert. Dabei werden die Teilnehmenden zu einer Choreografie aufgefordert. Meistens gibt die Ritualleitung den immer gleichen Bewegungsablauf vor, damit keiner der Teilnehmenden aus dem Rahmen fällt und somit die einheitliche Optik stören würde.
Gearbeitet wird ausschließlich mit dem rechten Arm. Dieser führt die sich an ihm befindliche Hand zunächst zur Stirn, dann zur Brust, danach zur linken und abschließend zur rechten Schulter. Dieser Bewegungsablauf sollte nicht zu schnell und nicht zu behäbig durchgeführt werden. Wer sich die Geschwindigkeit betreffend unsicher ist, hat die Möglichkeit, sich an den Vorgaben der Ritualleitung zu orientieren.

Gegen Ende der Veranstaltung kommt es dann tatsächlich noch zu einem umfangreicheren Bewegungsablauf, inklusive Ortswechsel. Diese Phase hat so manchem Ritualteilnehmenden schon beim Aktivieren des Kreislaufs geholfen oder ihn zumindest aus dem Schlaf gerissen.

Alle Teilnehmenden werden in dieser Phase dazu aufgefordert, sich in Reih und Glied neben ihren Sitzgelegenheiten einzufinden, um im Schneckentempo nacheinander zur Ritualleitung zu pilgern. Diese hat sich dort vor aller Augen mittlerweile einen kräftigen Schluck des Messweins gegönnt, um damit das zuvor eingenommene Gebäck aus Wasser, Mehl und Stärke herunterzuspülen.
Wenn die Teilnehmerschaft ebenfalls vom Ritualleiter und dessen Gehilfen mit erwähntem Gebäck versorgt worden ist, geht sie wieder langsam zurück zu ihrem Holzplankengeflecht. Fortgeschrittene wechseln dort angekommen sofort wieder in die kniende Figur. Böse Zungen behaupten, dass dies allerdings nur mit dem schmerzenden Clunis zusammenhängt. Alle anderen nehmen wieder die Sitzfigur ein.

Ritualtechnisch birgt die ganze Veranstaltung keinerlei Größe. Fragwürdig bleibt auch, inwieweit sich auf diese Weise eine Nähe zu dem Gott seiner Wahl aufbauen lässt.

Du hast ja echt die Sau abgesetzt.
Du kannst froh sein, dass deine Organummantelung samt Interieur dich noch nicht abgestoßen hat. Deine Konstruktion wird ja bestimmt einen mords Hals auf dich haben.
Jetzt musst du dich ordentlich wieder einschleimen, sonst fängt einer nach dem anderen an zu streiken.
Wenn man die ganzen Organisten schon sehr lange wie Dreck behandelt hat, kann man sich ja meistens darauf gefasst machen, dass die Bagage sich zu organisieren beginnt. Sobald der eine entschieden hat seine Arbeit niederzulegen, informiert er dann voll organisiert den nächsten Kandidaten. Die Ärzte erzählen dann gerne etwas von einer Kettenreaktion, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um organisierte Arbeitsniederlegung. Die planen solche Aktionen ganz akribisch. Wer da von einer Kettenreaktion spricht, kann noch nie etwas von den berüchtigten Vorstandsversammlungen der Organisten gehört haben.
Es wurden aber auch schon Beschlüsse auf solchen Vorstandsversammlungen verabschiedet, die keinerlei Auswirkung auf irgendwelche Funktionstüchtigkeiten hatten. Es kamen danach auch keinerlei Beschwerden von der Organummantelung.
Allerdings sind solche gefahrlosen Beschlüsse auch meistens formeller oder organisatorischer Art.
Zum Beispiel beschwerte sich mal eine der beiden Nieren, ich glaube es war die linke, über die Frauenfeindlichkeit innerhalb der Organummantelung. Sie wollte es unbedingt vermieden wissen, dass bei auswärtigen Darstellungen der ganzen Bagage, immer nur von „Organisten“ gesprochen werde. Es kam daher zu einer Vorstandsversammlung in der beschlossen wurde, dass der Antrag der linken Niere abgewiesen wird. In der Begründung hieß es:
„… Insbesondere wird dem Antrag der linken Niere nicht stattgegeben, da es sich bei dem Antrag um etwas vollkommen Unwesentliches handelt, über das es sich in keinster Weise zu diskutieren lohnt, und die Zeit, die jedwedes Vorstandsmitglied mit der Bearbeitung eines solchen Antrags verbringt, als komplett vergeudet zu bewerten gilt. … “
Zitat Ende.

Ich halte es nebenbei bemerkt für nicht ausgeschlossen, dass es in Hong Kong, wie in anderen Metropolen natürlich auch, einen ganzen Haufen von richtig, richtig, üblen Honks gibt. Wieso sollte Hong Kong denn auch honkfrei sein? Das ergibt doch keinen Sinn. Wieso sollte ausgerechnet eine Stadt mit einem so schnell zu verunstaltenden Namen davon befreit sein Honks unter den Bewohnern zu haben? Das macht mir keiner so schnell plausibel. Mir nicht!
Was gibt es jetzt noch zu diskutieren? Nichts mehr! Ich sage nur Honk Kong!
Darüber zu diskutieren ist doch am Ende nichts weiter als blutende Mühsal. Blutend und dabei sehr übelriechend. Man kann aber so nah mit dem Riechkolben an die Schweinerei herangehen bis es feucht wird, es ändert nichts daran, dass man nicht in der Lage sein wird herauszuriechen was von alledem am eitrigsten stinkt. Alles hat sich vermischt. Das nenne ich mal wieder ein Naturereignis der ganz besonderen Art. Man musste noch nicht einmal dafür etwas bezahlen. Na gut, richtig den ganzen Siff gerochen hat man jetzt nicht. Aber man kann sich ja vielleicht auch so ausmalen, welches Aroma von einer blutenden, übelriechenden Mühsal ausgehen könnte. Ein wenig Eigeninitiative darf man doch wohl erwarten oder?

Und wieso überhaupt ein Exzess in Hong Kong und nicht irgendwo in der Schweiz?
Gerade in einer solchen Situation, die doch einer gewissen moralischen und auch immer wieder gerne finanziellen Unterstützung bedarf, hält man sich aber gewiss besser von solchen Leuten fern. Außer dem Papst erhält von den Schweizern niemand Unterstützung. Eine Exzess-Unterstützung braucht man daher nicht zu erwarten. Den Papst würden sie heutzutage vielleicht auch nicht mehr unterstützen. Aber das Kind ist ja schon um 1500 irgendwann in den Brunnen gefallen. Vermutlich wird der modrige Gestank der Verwesung, der seither aus dem Brunnen empor steigt, bis ans Ende der katholischen Kultur unsere Luft verpesten. Aber das ist den Eidgenossen bestimmt auch klar. Ich weiß nur nicht ob der Brunnen in Rom oder in der Schweiz zu suchen ist.

Ich bin schon seit einer Ewigkeit glücklich konfessionslos. Als Atheist ist das normal. Ich glaube nur daran, dass der Mensch zu nichts taugt. Natürlich reicht das vollkommen aus um eine Sekte zu gründen und Menschenopfer als notwendig zu erklären, aber ich bin zu faul für die ganze Scheiße. Wenn man jenseits der 50 gelandet ist geht einem der Gestank verwesender Menschenopfer auf den Sack. Aber das kann man den Sektenneulingen ja so oft predigen wie man will, die räumen ihren Dreck nach den Feiern einfach nicht weg. Das war immer bei Sektenneulingen so und es wird auch immer so bleiben. Die spuren erst, wenn man einen von ihnen hat öffentlich ausweiden lassen. Bei lebendigem Leibe natürlich und von seinen Mit-Sektenneulingen. Das hat bisher immer Wunder gewirkt. Das prägt sich bei den Luschen ein. Dann ist Schicht mit dem Lotterleben. Man wundert sich immer wieder wie sauber nach so einer öffentlichen Ausweidung die Opferplätze wieder hinterlassen werden. Nach so einer Aktion findet man auch keine abgetrennten Genitalien und Gliedmaßen mehr in den Toiletten. Wie oft musste man dringend ein Geschäft verrichten, rannte zur Dirssebude, schnellte auf die Brille und spürte beim Niederlassen plötzlich einen Fremdfinger im Enddarm. Vorausgesetzt natürlich, man kannte den momentanen Aufenthaltsort der eigenen zehn Fingerchen. Ich sage nur: Ausschlussverfahren!
Wenn man jedenfalls die eigenen Griffel ausschließen konnte, wurde schnell klar, dass vorher mal wieder ein paar der Sektenneulinge nach multiplen Menschenopfern auf diese witzige Idee der Extremitätentoilette gekommen sein mussten. Es ist ja auch ein Brüller, wenn man dringend seine Notdurft verrichten muss und beim Versuch der Muskulatur entspannungsgebende Impulse zu vermitteln auf einmal einen Zeigefinger im Weg hat. Das passiert wenn dieses Jungvolk sich mit Crack wegschießt und dann Unterarme mit leichenstarren zeigenden Händen ins Kloloch steckt.

Aber nun noch etwas vollkommen ohne Bezug auf irgendetwas oder irgendjemand. Es muss jetzt einfach ein krasser Schnitt gemacht werden. Ein unsauberer, ekelhafter Schnitt soll es sein. Nur um abgründig auf seinen Dreck aufmerksam zu machen. Ein Hingucker vorm wegnicken. Ein zartes Glöckchen, welches die warmen Wogen der Mattigkeit auf Abstand, aber nicht auf persönlichen Wärmeverlust hält. Denn hat das Wohlbehagen der Ermüdung bereits von sich bemerkbar gemacht, sei es auch noch sehr fragiler Natur, werden die Mauken langsam warm und fangen an zu miefen.
Es gibt natürlich an dieser Stelle die Möglichkeit sämtlich gerade gewonnenen Hintergrundinformationen einfach außer Acht zu lassen. Letztendlich nützt es ja sowieso nichts. Wen interessiert das ganze Gewäsch? Was bringt es schon zu wissen, dass aufgrund inhaltlicher Leere so ein Mist verfasst worden ist. Mist bleibt Mist und verlorengegangene Weisheiten die zuvor noch nie formuliert worden sind können nicht vermisst werden. Hätte man „vermisst“ mit nur einem „s“ geschrieben, wäre dem letzten Satz noch etwas Interpretationsspielraum zuteil geworden.

Blöd, dass es plötzlich so kompliziert geworden ist. Da will man einfach nur ein paar nette Zeilen verfassen und landet im Verfassungssumpf. Das Wort bietet doch direkt auch schon wieder Grundlagen für weitere Überlegungen: „Verfassungssumpf“.
In „verfasst“ steckt ja schon der Begriff des Fehlgriffs drin. Was soll man daran jetzt also noch weiter heruminterpretieren? Dieser Begriff ist vollkommen selbsterklärend. Es ist auch jedem klar, was es für seine zukünftige Lebensqualität bedeutet, im Sumpf einen Fehlgriff zu landen, bzw. sich zu „verfassen“. Also spare ich mir weitere ausufernde Abschweifungen.
Schade eigentlich. Denn dazu wäre mir bestimmt noch etwas eingefallen.

So schlimm war es doch gar nicht; wenn ich mir deine Verfassung mal genau betrachte. Deinen Exzess in Hong Kong meine ich. OK, zuerst dachte ich mir schon, dass es wirklich nicht die feine Art ist. Man muss auch wissen wann Schluss ist. Die Kirche sollte im Dorf bleiben.
Und was ist mit der neuen Synagoge?
Muss die auch im Dorf bleiben oder soll die jetzt fort?
Warum so ein Gebäude in einem Dorf errichtet worden ist erklärt man hier niemandem so schnell. Selbst in die Kirche ist ja kaum noch einer gegangen. Wie konnten die dann meinen, dass ein anderer Betschuppen mehr Besucher ziehen würde? Die aus dem Nachbardorf, die allerdings immer neidisch auf alles und jeden sind, haben erzählt, dass es ohnehin nur um die dazugehörenden Parkplätze und nicht um die Synagoge selbst geht. Es heißt, außer den Malern sei nie jemals einer in der Synagoge gewesen. Aber letztendlich spielt das gar keine Rolle.
Gebetshallen werden dich während des exzessiven Hong Kong-Aufenthalts natürlich nicht interessiert haben. Darum ging es dir bei dem Ausflug ja auch nicht. Du kannst ja auch zu Hause den Andachtsgebäuden problemlos fern bleiben. Dafür musst du nicht bis nach Hong Kong reisen. Also, um einen Bogen um irgendwelche Heilandfilialen zu machen meine ich.
Die USA waren für deinen Exzess wohl keine Option, oder? Das wundert mich aber auch nicht. Deren Pflegefallpräsident ist auch wirklich zu abschreckend. Der hat ja noch nicht mal eine vernünftige Frisur. Wenn man den Kerl im Fernsehen sieht, hat man das Gefühl, als würde der verstörende Anblick dieser Gestalt von irgendwoher digital an Ort und Stelle projiziert. Allerdings nicht mit dem besten technischen Equipment, wie es immer scheint. Da Präsidenten bei solchen Gelegenheiten für den Zuschauer immer von unten nach oben projiziert und dargestellt werden, die Technik wohl aber noch nicht so perfekt läuft, gibt es ab Stirnhöhe immer Irritationen bei der Übertragung. Die Frisur wird nämlich immer unscharf dargestellt. Vielleicht wird er aber auch nicht von seiner Sekretärin im Weißen Haus durch die Gegend projiziert, sondern möglicherweise von anderen Kräften, die uns fremd sind. Es könnte sich dabei ja auch um eine außerirdische Versuchsaktion handeln. Die Aliens wollen damit bestimmt testen, wie sehr der Mensch sich von Hologrammen beeinflussen lässt. Allerdings sollte man bei diesem Experiment vielleicht besser von einem Hohlogramm sprechen.
Wie auch immer.

Dein Exzess in Hong Kong hat auf jeden Fall einiges hier nun aufgewirbelt.
Wieso hast Du mich eigentlich nicht mitgenommen?

Durch die korrespondierenden Eigenschaften einer vor kurzem entdeckten Amöbenart und der Genstruktur von AfD-Wählern, wurde es nun endlich möglich, eine außerordentliche Biolumineszenz bei dieser Wählerschaft herzustellen. Diese Eigenschaft gewährleistet von nun an im Straßenverkehr einen bedenkenlosen Umgang bei Dunkelheit. Die enorme Leuchtkraft der AfD-Wähler lässt jetzt ein risikofreies Überfahren dieser Gattung zu. Der Kraftfahrzeugführer kann sich von heute an sicher sein, die richtige Person zu überfahren, solange eine von ihr ausgehende Leuchtkraft bei Dunkelheit zu erkennen ist. Nur AfD-Wähler verfügen über diese Biolumineszenz!

In den vergangenen Monaten wurden bei sämtlichen Linienflügen gewaltige Mengen der erwähnten Amöbenart in Form von zu diesem Zweck speziell entwickelten Sprühnebeln über der gesamten Bundesrepublik abgelassen. Die über die Atemwege aufgenommenen Amöben sind bei Nicht-AfD-Wählern wirkungslos. Bei AfD-Wählern jedoch führen sie zu dem erwähnten Effekt und erleichtern die Auswahl des geeigneten Unfallopfers bei Dunkelheit.

Dank dieser wissenschaftlichen Neuheit kann man von nun an jeden Leuchtkörper nach dem Zusammenprall bedenkenlos im Straßengraben liegen lassen, ohne Rettungskräfte benachrichtigen zu müssen.

Christian Lindner ist mittlerweile komplett aus der Politik ausgestiegen. In Kürze wird er ein Anti-Aging-Produkt herausbringen, mit dem er vor allen Dingen den Markt der Republikaner in den USA erobern will. Sein Geschäftsmodell wird versuchen, einen ähnlichen Weg einzuschlagen, wie es sein großes Vorbild Hugo Ferdinand Boss getan hat.
So wie Boss zunächst Uniformen für die Wehrmacht, SS, SA und Hitlerjugend produzierte, bevor aus dem Unternehmen ein internationaler Modekonzern wurde, möchte Lindner mit seinen Produkten zunächst Trumpisten ansprechen, bevor er ein globales Angebot auf den Markt bringt.

In wenigen Wochen findet in Fort Lauderdale (Florida) die Markteinführung seiner markant orangen Anti-Aging-Creme „For Defective Pigments“ statt. Laut Lindner verleiht dieses Produkt bereits nach der ersten Anwendung der Haut einen leicht orangen Farbton, der nach Wunsch durch vermehrte Anwendung intensiviert werden kann. Zudem soll die Haut, wie von einem Anti-Aging-Produkt gewünscht, jünger erscheinen.

Schronzi & Ralle die Trendsetter mit Pflegegrad luden auch 2024 zum jährlichen Casting für Randgruppen ein.
Wie immer waren Angehörige sämtlicher Randgruppen willkommen.
Im Jahr 2024 ging es aber vorrangig um die folgenden von Schronzi & Ralle ausgewählten Randgruppen des Jahres:

  FDP-Wähler
  Bewusstseinskartierer im Vorruhestand
  Welpenimitatoren mit Mundgeruch
  Lampenschirmfetischisten gebürtig aus Niederbayern

Während des dreitägigen Castings wurden wie gewohnt interessante Workshops rund um die Marotten der vier Randgruppen des Jahres angeboten. Die Teilnahmeberechtigung an der Abschlussveranstaltungstombola wurde üblicherweise an die Angehörigen der Randgruppe mit der geringsten Daseinsberechtigung vergeben.

Da die FDP-Wähler es in der letzten Dekade bereits dreimal bis zur Abschlussveranstaltungstombola geschafft hatten, waren diese in 2024 vom Wettbewerb zur Teilnahme an der Abschlussveranstaltungstombola ausgeschlossen.
Die Teilnahme an den Workshops wurde aber selbstverständlich auch dieser Randgruppe ermöglicht.

Allen Personen welche sich auch zu einer der vier Randgruppen des Jahres zugehörig fühlten, bis dahin aber noch nicht in der Lage gewesen sind, sich um eine Mitgliedschaft zu bemühen, boten Schronzi & Ralle die Trendsetter mit Pflegegrad im Jahr 2024 beim Casting für Randgruppen nun endlich die Möglichkeit ihrer Randgruppe des Herzens beizutreten. Sie erhielten die Gelegenheit ihren Randgruppenwert vor einer ausgewählten Spackojury unter Beweis zu stellen, und sich um eine Mitgliedschaft zu bewerben.

Wie auch 2023 sorgten die Nachwuchskünstler "Talentfreie Oboetrommler" für die musikalische Untermalung.

Die Infobroschüre mit allen wichtigen Terminen erhält man auf Anfrage direkt über die Event-Schmiede von Schronzi & Ralle.

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