Atheismus

ATHEISMUS

Im Alter von 15 Jahren wurde ich zum Atheisten. Grund war und ist selbstverständlich meine Überzeugung, dass es keine göttliche Macht gibt. Aber auch die Machenschaften sämtlicher Religionsgemeinschaften verstärken in mir meine grundlegend ablehnende Haltung zu Religionen und deren Anhängern.

Die außerordentliche Indoktrinierung der christlichen Kirchen empfand ich bereits als junger Mensch als regelrecht abstoßend. Das Gebaren der sogenannten Geistlichen war und ist mir zuwider. Wobei es meiner Ansicht nach keinen Unterschied macht, ob man dem Christentum, dem Islam, dem Buddhismus, dem Hinduismus, dem Judentum oder einer anderen religiösen Bewegung angehört. Unterm Strich geht es immer ausschließlich um Gier und Unterdrückung. Die einen sind vielleicht nur etwas geschickter in ihrer Herangehensweise als die anderen.

Von Dekade zu Dekade verfestigt sich mein Atheismus und mein Ekel vor Religionsanhängern immer mehr. Sich auf ein Leben nach dem Tod an seines Gottes Seite zu freuen, ist ja gut und schön, aber mit dieser vermeintlichen Aussicht auf endloses Seelenheil, sich Mutter Erde gegenüber mit Ignoranz und Überheblichkeit aufzuführen, ist verachtungswürdig.

In jungen Jahren hätte ich nie damit gerechnet, dass sich meine Verachtung tatsächlich immer noch steigern könnte. Doch durch zunehmende Einblicke in die Machenschaften vor allen Dingen unserer deutschen Kirchen, und einer einhergehenden Gleichgültigkeit deren Anhängerschaften, steigert sich meine Verachtung von Jahr zu Jahr immer mehr.

Wenn man Korruption als speziellen Vorteil sieht, für den ein allgemeines Interesse verletzt wird, dann handelt es sich bei Sündern, die ihre Seele einem Gott versprechen, wenn dieser sie in das himmlische Paradies aufnimmt, um dadurch der ewigen Verdammnis in der Hölle zu entgehen, genau genommen eindeutig um einen Fall von Korruption. Denn ein allgemeines Interesse von Gerechtigkeit wird verletzt, wenn der Sünder nicht für seine Vergehen zur Rechenschaft gezogen wird, weil dieser einen Handel mit einer übergeordneten Institution eingegangen ist, der ihn vor seiner gerechten Strafe schützt und der übergeordneten Institution einen Vorteil in Form von Seelenzuwachs beschert.
Fraglich ist selbstverständlich, welchen Vorteil man durch den Erhalt einer verdorbenen Seele haben kann.
Allerdings ist das letztendlich nicht unser Bier. Mit dem Mist muss sich der sogenannte Heiland befassen. Schließlich war er es ja, der sich auf diesen Kuhhandel eingelassen hat. Wenn man der Literatur Glauben schenken darf, ging die ursprüngliche Initiative sogar von ihm aus. Es erklärt sich allerdings nicht, was er mit so einem unbrauchbaren, verdorbenen und niederträchtigen Material anfangen will. Das Zeug taugt doch zu überhaupt nichts. Wenn der Herr der Finsternis an abschäumigen Seelen Interesse zeigt, weil er diese zum Heizen der Hölle verwenden kann, ist das eine ganz andere Nummer. Aber was will man mit dem Gesindel im Paradies? Die stiften doch nur Unruhe und machen Ärger. Das hat eine regelrecht zerstörerische Wirkung. Dieser Gott beschafft sich Seelen, die ohne seine Initiative niemals im Paradies gelandet wären. Damit wird eine perfekte Gemeinschaft mit fehlerhaftem Material unterwandert.
Nun fragt man sich, wie paradiesisch dieser Ort am Ende überhaupt noch sein kann!?
Womöglich werden auch ein paar wenige geläuterte Kandidaten dort auftauchen, aber durch die korrupte Herangehensweise wird vermutlich der Großteil dieser ausgehandelten Seelen immer noch voller Niedertracht stecken. Es ist zum Beispiel vollkommen irrsinnig, wenn ein mieser Charakter auf dem Sterbebett sich von einem Priester die Beichte abnehmen lässt, um auf diese Weise nach einem von Missetaten erfüllten Leben im letzten Moment doch noch die verheißungsvollen Gefilde zu erreichen, und er dann damit auch noch durchkommt.

Das ist hochgradig kriminell. Sowohl vom Priester als Angestellter Gottes sowie natürlich auch vom Beichtenden. Wer jetzt dem Priester in erster Linie den Schuh der Korruption anziehen möchte, hat damit nicht ganz unrecht, jedoch befolgt er ja nur die Anweisungen seines Arbeitgebers. Dieser Umstand spricht den Priester aber nicht frei von Schuld. Denn auch die Sekretäre in der Verwaltung der Konzentrationslager des Dritten Reiches haben ihren Teil zur Massenvernichtung beigetragen. Was soll das also für ein Gott sein, der einer Seele nach einem Leben voller Anstand und Liebe einen Platz im Paradies verspricht, gleichzeitig aber auch mit dem miesesten Gesindel den Garten Eden infiltriert, nur weil diese einen mehr als fragwürdigen Handel mit ihm eingegangen sind?

Und was erwartet eine reine Seele im Paradies? Durch die vorher einhergegangene korrupte Art kann es dort nicht anders als auf der Erde sein. Man trifft dort auf die gleichen Arschlöcher wie zu Lebzeiten. Und warum? Weil der Herr raffgierig ist! Womöglich geht es ihm nur darum, mehr Seelenmaterial zu ergattern, als es seine Eminenz der Herr der Finsternis zu schaffen vermag.

Unterm Strich bedeutet es, dass vor allen Dingen der Katholik unweigerlich als berechnend
einzustufen ist. Mit dem Besuch des Gottesdienstes werden von ihm schon die Weichen zum
Ablegen der Verantwortung gegenüber allen Ungerechtigkeiten in der Welt gestellt. Denn wie
kann man als angehender Paradiesbewohner in irgendeiner Form mitverantwortlich an dem ganzen Leid und Elend in der Welt sein!? Schließlich bittet man seinen Heiland ja um die Vergebung der Sünden – auch der eigenen. Das ist der Freibrief zur Niedertracht. Wenn es ganz eng wird, kann man am Ende ja immer noch mittels einer Beichte in den Garten Eden gelangen.

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Man kann es kaum glauben, dass wir uns im Hier und Jetzt befinden. Werden doch immer noch 133 alte Männer dazu bemächtigt, einen Speziellen aus ihren Reihen zum „Heiligen Vater“ zu wählen.

Wie kommt es denn eigentlich dazu, dass derjenige plötzlich als heilig klassifiziert wird? Der Kerl hat doch vom Zeitpunkt des Eintreffens im Wahllokal bis zur Ernennung überhaupt nichts geleistet, was man als Grundlage für den Erhalt dieses Titels bewerten könnte. Der gewählte Kerl darf sich nach seiner Ernennung sogar mit „Eure Heiligkeit“ anreden lassen.
Das ist ja so richtig abgehoben.

Diese 133 Wahlberechtigten kommen sich auf jeden Fall wohl ziemlich wichtig vor. Denn deren Amtsbezeichnung Kardinal drückt genau das aus. Schließlich stammt der Begriff vom lateinischen cardinalis, was so viel wie „wichtig und vorzüglich“ bedeutet.

Die gesamte Inszenierung könnte man als sehr fragwürdig bezeichnen. Zeitgemäß ist der Hokuspokus auf keinen Fall.

Heutzutage sollte man diesen Machtzirkus eher als verstörend auffassen und die Notwendigkeit und Rechtmäßigkeit des gesamten Verbandes hinterfragen.

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Die Kirchen in Deutschland sind riesige Wirtschaftsunternehmen.
Der Glaube versetzt Berge von Geld.

In Deutschland haben wir die reichste Kirche der Welt. Die katholische und evangelische Kirche in Deutschland verfügt nach Schätzungen über 430 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 hat der deutsche Staat zusätzlich zur Kirchensteuer über 600 Millionen Euro Staatsleistungen an die Kirche überwiesen.
Der Ursprung dieser Staatsleistungen liegt bei Napoleon.
Napoleon eroberte die Gebiete links des Rheins. 1801 musste Kaiser Franz ll seinen Fürsten sagen, dass sie alles verlieren. 1803 wurde unter Kaiser Franz ll der Reichsdeputationshauptschluss verfasst.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurde festgesetzt, dass die weltlichen Fürsten für ihre linksrheinischen Gebietsverluste an Frankreich abgefunden werden sollten.
Das hatte zur Folge, dass die Kirchen ihre Ländereien, Macht und Gebäude an die Fürsten abtreten mussten. Im Gegenzug wurden die Fürsten verpflichtet, die enteigneten Geistlichen zu entschädigen. Diese staatlichen Entschädigungszahlungen sollten aber eigentlich schon seit über 100 Jahren abgeschafft sein. Das steht sogar in der Verfassung. Unter keiner Regierung wurde das bisher umgesetzt. Auch Kanzler Merz sieht sich da nicht in der Verantwortung.

Zudem erhalten die Kirchen im Steuerparadies Deutschland Sonderkonditionen für die Körperschaftsteuer, Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer, Gewerbesteuer und Erbschaftssteuer. Ideale Voraussetzungen um als riesiges Wirtschaftsunternehmen Erfolge zu feiern.

Die größten Wohlfahrtsverbände in Deutschland (Caritas und Diakonie) sind kirchlich. Sie betreiben Hospize, Krankenhäuser, Seniorenheime, Kindergärten und Seelsorgeeinrichtungen. In beispielsweise einem katholischen Krankenhaus steckt allerdings kein kirchlicher Euro. Die Finanzierung besteht zu 3,2% aus der Öffentlichen Hand und zu 96,8% aus der Sozialversicherung. Katholisch ist nur der Name. Das gilt auch für die Seniorenheime der Caritas und der Diakonie. Kirchliche Wohnheime für Menschen mit Behinderungen werden zu 100% von Vater Staat finanziert.

Die Einrichtungen von Caritas und Diakonie werden im Schnitt nur zu 1 bis 4% von den Kirchen selbst finanziert.

Die kirchlichen Gelder fließen u. a. in Medienunternehmen, Brauereien, Weingüter, Verlage, Forstbetriebe, Hotels, eigene Versicherungen, Immobilien, eigene Banken und Aktienfonds. Es wird sogar in Aktien der Rüstungsindustrie investiert.

Die Kirche verwaltet auch ca. 170.000 Wohnungen in Deutschland. Von 248 deutschen Mieterverbänden bezeichnet lediglich einer die kirchlichen Vermieter als sozial agierend. Die wirtschaftlichen Interessen stehen mehr im Vordergrund als das Wohl der Mieter.
Das kirchliche Immobilienunternehmen „Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft“ schüttete im Jahr 2024 etwa 7,4 Milliarden Euro an die Bistümer aus. In bezahlbaren Wohnraum wurde nicht investiert.
Die Tochtergesellschaft „Aachener Grundvermögen“ investiert vor allen Dingen in die Einkaufsstraßen von Köln, Bonn, Osnabrück, Braunschweig, Düsseldorf, Frankfurt, Dortmund, Kassel, Freiburg, Hannover, Hamburg, Leipzig, Karlsruhe, Osnabrück, Reutlingen, Stuttgart und Ulm.
Es handelt sich immer um wertvolle Innenstadtimmobilien mit Einzelhandel in den 1A-Lagen.

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Der weltweite CO2-Ausstoß (CO könnte man auch als Kürzel für christliche Oberflächlichkeit einsetzen) ist 2025 so hoch wie nie zuvor gewesen.

In Deutschland gibt es augenblicklich 18,6 Millionen Anhänger der evangelischen und 20,4 Millionen Anhänger der katholischen Kirche. Das sind zusammen immerhin etwa 46 % der Bevölkerung. Rechnet man die orthodoxen Christen, die Anhänger der evangelischen Freikirchen und anderer christlicher Kirchen und Gemeinschaften dazu, bekennen sich in Deutschland über 50 % der Bevölkerung zum Christentum. Damit sollte eigentlich eine solide Grundlage für die sogenannte Christlichkeit in Deutschland vorhanden sein. Aber dem ist leider mitnichten so. Dem Christ genügt es vollkommen, sich die Figur eines zu Tode Gefolterten an die Küchenwand zu nageln. Das rechtfertigt wohl den Verzehr von ähnlich zu Tode gekommener Seelen.

Mit der Mitgliedschaft in einer christlichen Gemeinschaft versucht der Gläubige sich einen Platz an seines Gottes Seite in der Ewigkeit zu sichern. Das war schon vor über zweitausend Jahren so und hat sich bis heute nicht geändert. Eine Entwicklung ist nicht zu erkennen. Der deutsche Christ kann ja schließlich nichts dafür, dass es global für Mensch, Flora und Fauna nicht optimal läuft.

Natürlich spielt es prozentual keine Rolle, wenn Deutschland plötzlich keinen Treibhausgasausstoß mehr hätte, was aber kein Grund sein kann, dass wir uns keine Mühe geben müssen.

Besonders die Gläubigen unter uns sollten sich richtig ins Zeug legen. Denn wer als gläubiger Christ sehenden Auges auf das Leid anderer Seelen scheißt und nur auf sein vermeintlich privates Wohlbefinden fixiert ist, wird nach seinem Ableben in der Hölle landen.
Die Zusammenhänge zwischen dem Verzehr tierischer Produkte und der globalen Klimaerwärmung sollten mittlerweile auch dem letzten Hinterwäldler bekannt geworden sein.
Wobei es keine Rolle spielt, ob es sich bei der Seele um ein Kind handelt, welches aufgrund von einer der Erderwärmung geschuldeten Dürre verhungert, ob es sich um eine durch die menschgemachte Klimaveränderung aussterbende Tierart oder um das Leid eines ausgebeuteten sogenannten Nutztiers handelt.
Aussagen wie "Ich kann es sowieso nicht ändern" und "Ich verzehre nur sehr selten tierische Produkte" sind Tickets in den Orkus.

Für diejenigen, die bis zu ihrem Ende die Sau absetzen und sich dann mit einer Buße aus der Verantwortung schleichen wollen, hat Satan sich bestimmt etwas ganz Besonderes ausgedacht. Oder meint ihr wirklich, der Fürst der Finsternis würde sich von euch Ignoranten mit dieser Herangehensweise austricksen lassen?

Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich hoffe auf den Lichtbringer.

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Wer sich meine atheistische Herangehensweise mit musikalischer Untermalung anhören möchte, darf sich gerne mein Album Satan (wird dich richten) zu Gemüte führen.

Lattejupp: Rein in den Tempel - raus aus der Verantwortung